#15 Guest-Talk I mit Moragaine Rauprich: Was mein Tauchkurs auf Mallorca mit meinem Sein als Mutter zu tun hat

Shownotes

In dieser Folge habe ich meine liebe Coaching Kollegin Morgaine Rauprich zu Gast. Morgaine hat etwas ganz Besonderes erlebt. Sie hat sich als dreifach Mama eine Auszeit gegönnt um etwas ganz Neues zu erleben. Dafür ist sie eine Woche nach Mallorca gereist um sich dort Freediven beibringen zu lassen. In dieser Folge sprechen wir darüber, was dieses Erlebnis sie über sich selbst gelehrt hat und wie sie das in ihrem Sein als Mama von drei kleinen Jungs verändert. Ohne festen Plan lassen wir uns durch unser Gespräch treiben und schauen wo es uns hin führt.

Doch das ist noch nicht das Ende. Nach dem Talk miteinander stellen wir beide unabhängig voneinander fest, dass sich zwischen uns eine gewisse Distanz eingeschlichen hat und wir eine Diskrepanz wahr nehmen - ein sogenanntes Störgefühl. Also treffen wir uns in der kommenden Folge noch einmal um diesem Gefühl auf den Grund zu gehen und rs gemeinsam aufzulösen.

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Transkript anzeigen

00:00:11: Hallo, hallo

00:00:16: und willkommen bei einer neuen Folge von Marvelous Me.

00:00:20: Ich bin Karoline Greie.

00:00:22: Bin Coaching für Familienleben, für Elternschaft, für zwischenmenschliche Beziehungen.

00:00:29: Bin aber auch Unternehmerin und Podcasterin.

00:00:32: Und ich bin auch heute wieder nicht allein!

00:00:41: Morgan Raubrich.

00:00:42: Morgan ist eine liebe Coaching-Kollegin von mir, wir haben uns vor knapp einem Jahr in Dana Schwanz in Tobienwelt kennengelernt und Morgan hat etwas ganz Spannendes erlebt, wozu ich sie gerne ausfragen wollte.

00:01:02: und das Gespräch hat uns dann nochmal tiefer in das Thema Elternschaft gebracht weil Morgan auch Mutter dreier Jungs ist.

00:01:10: Und ja, es ist ein schönes Gespräch entstanden mit vielen Wendungen.

00:01:22: Wir haben uns zu einfach fließen lassen, wo uns das Gespräch hingetragen hat und ich wünsche dir ganz viel Spaß damit!

00:01:35: Hallo liebe Morgane!

00:01:37: Hallo Liebe Caro.

00:01:39: Hi

00:01:40: Es ist so schön dass du da bist und ich dachte mir erzähl mal kurz woher wir uns kennen Und warum ich den Impuls hatte, dich einzuladen?

00:01:49: Ich glaube kennengelernt haben wir uns vor fast einem Jahr.

00:01:52: Kann das sein?

00:01:53: Ja!

00:01:53: Das war im Juni, glaube ich.

00:01:55: Ging das los.

00:01:56: Genau und zwar in der twenty-five Business Mastermind von unseren gemeinsamen Mentoren Dana Schwandt... ...und haben glaube ich recht schnell gemerkt dass wir ähnliche Themen haben so Mutterschaft Business anfänge aber auch wie wir in unserer Partnerschaft uns verhalten vom großmachen klein machen.

00:02:18: so.

00:02:18: diese Dynamiken haben wir uns gut wieder erkannt.

00:02:22: Und auch später noch in so Sachen wie Frage nach Neure die weggehen sind.

00:02:26: da spielte ganz viel rein wo wir uns immer wieder gesehen haben ah ja guckt da sind wir ganz ähnlich und uns über die master meint hinaus immer ein bisschen verfolgt haben wer macht was und uns auf insta zugeschaut haben und so.

00:02:40: Jetzt hast du etwas ganz Besonderes unternommen in deinem Leben.

00:02:44: Du warst nämlich und das jetzt richtig sage, du warst Freedive Lernen auf Mallorca.

00:02:53: Und das hast du ein bisschen geteilt bei Insta so diesen Prozess was das für dich bedeutet hat und was es auch mit dir gemacht hat.

00:03:00: Das fand ich so spannend hast dabei auch so eine krasse Energie transportiert, dass ich dachte, das war es so bewegend.

00:03:09: Da möchte ich gerne mit dir drüber reden über den Prozess.

00:03:14: was ist alles mit dir gemacht hat überhaupt sich das zu erlauben als Mutter?

00:03:18: So,

00:03:19: dass dich diesen Raum zu nehmen.

00:03:22: Ja, das fand ich ganz spannend.

00:03:23: alles und vielleicht magst du einmal kurz erzählen wer du bist, was du machst und ja wird mich freuen

00:03:33: Sehr, sehr gerne.

00:03:34: Vielen Dank!

00:03:36: Also ich bin Morganin, ich bin vierzig Jahre alt und habe drei kleine Söhne.

00:03:39: Ich bin verheiratet und wohne in Norddeutschland und ich bin Coaching für Frauen insbesondere für Mütter die sich wahrscheinlich in einer ähnlichen Situation befinden wie ich aber irgendwie auch merken Was ist eigentlich mit mir?

00:03:59: Was ist es eigentlich mit meinen Wünschen, Bedürfnissen und auch eine Frage darüber haben wie viel Raum sie sich nehmen dürfen.

00:04:06: Wenn's den Kindern gut gehen soll und die Partnerschaft funktionieren soll und irgendwie das Haus muss ja auch abbezahlt werden und tausend Verpflichtungen und irgendwann man sich so ein Spiegel anguckt und das Gefühl hat, man hat gar keinen Puls mehr weil man funktioniert aber Man fühlt sich eigentlich nicht lebendig.

00:04:29: Und als ganz junge Frau habe ich den Film im Rausch der Tiefe gesehen, das ist ja so ein Klassiker da geht es um Abnurtauch und basiert sozusagen auf einer wahren Grundlage.

00:04:42: Das sind nämlich zwei Abnurttaucher die sich in den sechziger Jahren so einen Battle geliefert haben.

00:04:48: wer kommt tiefer?

00:04:49: Eigentlich!

00:04:50: So dass ist eigentlich die Hauptstory.

00:04:52: Und im Laufe des Films, der Film ist sehr Hollywood-like.

00:04:55: Da geht es natürlich auch um Drama und dies und das.

00:04:58: Aber ... Der Film transportiert eben so was wie ... Im Wasser kannst du nicht das machen, was du an Land machst.

00:05:07: Du kannst dich nicht so verhalten.

00:05:09: Du kannst deine Kontrollmechanismen.

00:05:13: Du musst halt ganz viel loslassen, um überhaupt in die Tiefe zu kommen.

00:05:17: Es hat mich schon als junge Frau total fasziniert.

00:05:22: hatte aber als junge Frau ganz viel mit meiner Gesundheit zu tun.

00:05:28: Also ich hab muss dazu sagen, ich habe als Kind erst mal gehabt und auch in der Mietis gehabt Ich habe super viele Allergien gehabt.

00:05:36: Ich habe viele Diäten machen müssen Dann kein Weizen, keinen Zucker und kein Schweinefleisch.

00:05:43: Die ist das ... Ich bin damit aufgewachsen, dass es immer hieß, oh Gott, kann Morgana's essen?

00:05:49: Kann die da überhaupt mit hin?

00:05:50: Nee, das ist zu staubig!

00:05:52: Die kann nicht schlafen, weil sie haben nur Federbett.

00:05:55: Es ging immer darum, ich bin so das kleine zerbrechliche Püppchen irgendwie.

00:06:00: Und so bin ich auch durchs Leben gegangen und hatte dann als junge Frau super viele Nebenhöhlenentzündungen.

00:06:08: soweit, dass ich dreimal operiert worden bin.

00:06:10: Ich hatte auch einen Tumor in der Nebenhöhle und war dann, wie gesagt, dreimal wurde ich operiert mit vollener Kose und hab zu dem Zeitpunkt gedacht okay also ich würde total gerne das auch mal ausprobieren freitauchen aber das geht halt einfach nicht.

00:06:27: Das geht mit meiner Gesundheit nicht, das ist völlig unmöglich so weil du musst ja einen guten Druckausgleich machen Das geht

00:06:38: gar nicht so.

00:06:39: Und dann hab ich das halt immer ein bisschen im Hinterkopf behalten und hab ab und zu mal so eine Doku da drüber geguckt, bin über die Jahre abgeheiratet, bin schon seit achtzehn Jahren zusammen mit meinem Mann und wir haben eben drei Kinder bekommen zusammen.

00:06:52: Ich habe jetzt in den letzten zwei Jahren durchlaufig einen Prozess, wo ich das Gefühl hab irgendwie ... angekommen, weil ich merke okay vieles von dem was ich gemacht habe.

00:07:07: Habe ich halt aus Gründen natürlich gemacht aber es war eigentlich nicht allein.

00:07:13: Es war eigentlich etwas das nicht ich war oder dass ich anderen zu Liebe gemacht hab wenn man sozusagen im neurodivergenten Sprech drin ist.

00:07:23: also ich habe halt viel Masking betrieben.

00:07:25: Ich habe halt viele versucht möglichst nicht anzuecken und nicht komisch zu sein, weil ich mich schon immer eher so ein bisschen als ... Na ja.

00:07:37: So wahrgenommen habe, als wenn das was für die meisten gilt eben nicht für mich gilt.

00:07:42: Also auch im Punkt of Gesundheit zum Beispiel.

00:07:46: Und dann hab' ich jetzt in den letzten Jahren immer und immer wieder darüber nachgedacht mal irgendwas ganz... komplett Verrücktes zu machen, weil ja, Mütter profitieren davon, Wellness-Wochenende mit ihren Freundinnen zu machen.

00:07:59: Und ja, mütter profitieren davon ein Ruh im Buch zu lesen oder sich eine Fußmassage zu gönnen?

00:08:05: Super!

00:08:06: Aber ich dachte ne... Was es eigentlich glaub' ich braucht ist für Frauen insbesondere Müttern auch mal etwas zu machen wo sie sich in einem komplett anderen Kontext bewegen das einfach nichts mit dem Alltag zu tun hat.

00:08:22: Und das Freitauchen, also Abnurtauchen ist halt so für mich der krasseste Kontrast zu dem was ich so im Alltag kenne.

00:08:29: Von Mama Taxi sein zum Fußball bringen aufräumen putzen trösten Gefühle ausgleichen Elternabende dies dass also naja und Ja.

00:08:46: und da habe ich jetzt die letzten zwei Jahre öfter drauf rumgekaut, weil ist ja auch die Frage so kann ich jetzt einfach so irgendwie alleine wegfahren.

00:08:55: Das ist schon mal ein großer Punkt finde ich sich das zu erlauben.

00:08:59: Also sollte es nicht sein.

00:09:01: bei Männer wird das immer sehr selbstverständlich freigeräumt aber wenn grad Mütter das machen ist immer ein großes Thema.

00:09:09: Genau, ist immer ein sehr großes Thema.

00:09:11: Weil die erste Frage, die die meisten kennen ja aber passt dann auf deine Kinder auf.

00:09:17: Die haben auch einen Vater und natürlich ohne Fies zu werden.

00:09:21: mein Mann ist voll beruhstätig das heißt wenn ich nicht da bin dann kann der gar nicht viel.

00:09:27: Also der kann gar nicht das übernehmen, was ich übernehme.

00:09:30: Weil er halt voll berufstätig ist, rein zeitlich, rein ressourcentechnisch.

00:09:34: und jetzt war es aber so dass meine Söhne, meine beiden kleinen Söhnen sind auf Kita-Fahrt gegangen.

00:09:38: Das heißt sie waren eine Woche nicht da und nur mein großer Schuljunge war zu Hause und das hat sich irgendwie angeboten.

00:09:46: und so war's jetzt so das zum vierzigsten Geburtstag ehrlicherweise meinen Vater und mein Mann mir zusammen dieses Freitauchen geschenkt haben Weil die auch sagten, Alter, du sprichst da schon so lange drüber.

00:09:59: Dann mach es jetzt mal, weil ... Du bist ja nicht jünger und irgendwie so ... Jetzt geht's dir so gut wie es mir ... Also, mir gehts jetzt so gut trotz Periminopause-und ADHS, was noch ganz andere Themen sind, geht's mir so gut als ... Mit zwanzig ging's mir nicht so gut.

00:10:17: Wie jetzt?

00:10:18: Und dann hab ich gesagt okay, ja, mach' ich!

00:10:21: Total gerne, haben wir alles gebucht und ich bin allein losgeflogen.

00:10:26: Also für eine Woche bin alleine los geflogen und war dann vor Ort allein in meinem wusste ich gar nicht Parents Only bzw.

00:10:38: Adults only also keine Kinder in dem Hotel wo ich war das habe ich gar nichts.

00:10:42: es habe ich irgendwie gar nicht bei der Buchung so geschnallt aber es war irgendwie.

00:10:46: Das war halt irgendwie krass, ne?

00:10:47: Weil so im Flugzeug alles voller Familien ... Am Strand alles volle Familien und dann bin ich jetzt in dieser Welt.

00:10:54: Aber ich bin ja dreifach Mama aber ich bin jetzt halt ohne meine Kinder da.

00:11:00: Und hab am Sonntag schon gemerkt okay mir geht der Arsch ein bisschen auf Grundeis.

00:11:06: Habe ich mir das wirklich gut überlegt was ich da jetzt mache?

00:11:11: weil ich gemerkt habe okay zyklus technisch Am Ende des Zyklus werd ich ängstlicher.

00:11:16: Und ich war am Ende des Cyklus und hab gemerkt, ah okay, war das jetzt ... War das eigentlich nur ein Hirngespitz?

00:11:24: Was machst du hier eigentlich?

00:11:27: Ja.

00:11:27: Du könntest dich auch an den Strand legen und einen Buch lesen und dich ein bisschen bräunen ohne die ganze Zeit Sand im Gesicht zu haben weil deine Kinder um dich rumflitzen.

00:11:36: So.

00:11:38: Dann gedacht okay dann am Sonntag wirklich so angesprungen ist mein Kopf ist angesprungen, kann ich das überhaupt?

00:11:45: Geht es überhaupt?

00:11:46: Ist jetzt wirklich eine gute Idee.

00:11:48: Und dann am Sonntag im Hotelzimmer mal die Luft angehalten hat.

00:11:51: Also ich hab mich hingesetzt und meditiert.

00:11:54: Ich

00:11:54: dachte okay was muss ich zum Abnoe tauchen können?

00:11:56: Ich muss die Luft anhalten können.

00:11:58: also habe ich mich aufs Bett gesetzt und hab mir ein Timer, also auf dem Handy einen Timer gemacht und hab so meditiert sodass ich wirklich entspannt bin dass sich irgendwie meinen Brustkorb schön geöffnet ist und so und hab dann die Luft eingehalten.

00:12:10: Und dann dachte ich so, okay eine Minute ist wahrscheinlich echt viel zu wenig.

00:12:17: Ich hätte trainieren sollen!

00:12:19: Ich hätte ins Fitnessstudio gehen sollen.

00:12:20: Ich hatte mehr joggen gehen sollen... Ich hätte irgendwie Ausdauertraining machen müssen und mein Kopf war der galoppierte so davon und ich merkte am Montagmorgen wo ich wusste jetzt soll es losgehen und was dazu kam.

00:12:33: Mein Mann hat den Trainer, also meinen Lehrer rausgesucht.

00:12:40: für mich eine total crazy Situation, weil ich mich darauf eingestellt hab.

00:12:43: Ich mach da jetzt einen Kurs mit anderen und dann hieß es aber Sonntagabend ... Nee, wir sind nur zu zweit, das ist nur du, also nur ich unter Lehrer?

00:12:53: Und dann dachte ich so oh okay!

00:12:55: Ich bin hier in einem fremden Land, ich spreche kein Spanisch und ich werde jetzt morgen ein Mann treffen den ich nicht kenne und mit dem werde ich jetzt irgendwie ... Er sagte dann am Sonntagsjahr morgens ist der Ziel zwölf Meter tiefzukommen, so irgendwie Musst du auch nicht, aber wir gucken mal so.

00:13:11: Ich dachte okay bin ich irgendwie völlig bescheuert?

00:13:14: Ich treffe jetzt morgen einen Mann und mit dem den ich nicht kenne ein fremden Mann spreche mit dem nicht in meiner Muttersprache und will jetzt morgen mit dem luftanhalten und tauchen gehen.

00:13:32: Mein Verstand total rebelliert.

00:13:33: und Montagmorgen, ich habe auch echt gemerkt.

00:13:35: Ich war so nervös, ich war richtig ein bisschen zitterig Und kam dann da an, musste ein bisschen Bus fahren.

00:13:44: Also musste auf Mallorca mit dem öffentlichen Bus fahren weil ich musste an eine ganz kleine versteckte Bucht irgendwie Das war zu weit zum Laufen und bin dann ein Bus gefahren, hab mir die Füße wundgescheuert weil ich irgendwie die falschen Schuhe an hatte.

00:13:58: Und dachte scheiß jetzt fürs Wasser, fürs Salzwasser!

00:14:00: Jetzt hast du kaputte Füse.

00:14:02: Na ja auf jeden Fall habe ich den da getroffen.

00:14:05: Und innerhalb von zwei Minuten... das war einfach so.

00:14:10: ein, der ist Argentinier.

00:14:12: also wir haben auf Englisch gesprochen und er hat mich in Arm genommen.

00:14:17: Aber auf eine gute Art in Arm genommen hat sich mit mir ein Schatten gesetzt und wir haben uns erst mal zwei Stunden Uhr unterhalten.

00:14:25: Er gesagt, ich möchte dich kennenlernen.

00:14:28: Ich möchte wissen wo du herkommst.

00:14:31: was ... Mit wem arbeite ich jetzt zusammen?

00:14:34: Und er hat so einen schönen Satz gesagt.

00:14:35: Ähm...ich weiß dass Du bist eine Frau, ich bin ein Mann.

00:14:41: Wir kennen uns nicht.

00:14:42: Und ich muss bestimmte Punkte an deinem Körper im Wasser berühren, um dir zu korrigieren und dir zu zeigen was du anders machen sollst.

00:14:52: And from now on I am your brother in the water.

00:14:56: I'm your Water Brother.

00:14:59: Ich bin jetzt dein großer Bruder im Wasser.

00:15:01: Und das hat mich so runtergefahren.

00:15:05: erst mal von da an ging dieser Prozess los als ich trotzdem noch Angst hatte aber gemerkt habe Ja, wow!

00:15:15: Das was mich hier hingezogen hat ist genau das.

00:15:17: Denn es geht gar nicht um Tiefe und es geht garnicht um irgendwelche Rekorde oder wie lange man jetzt irgendwas kann sondern es geht darum dass das das perfekte Pendant eigentlich zu dem was ich gerade brauche nämlich du brauchst ein komplett clear mind dein Verstand.

00:15:38: Du lernst Atemtechniken die dafür sorgen Dass du dich sowas von relax.

00:15:44: Also so relaxed war ich noch nie in meinem Leben.

00:15:45: So geatmet hab' ich noch nicht in meinem Leben, also die Techniken, die er mir beigebracht hat.

00:15:53: und dann war das eben so, dass am zweiten Tag wir... Ich bin tiefer und tiefer gekommen, ich hatte immer noch Schiss und ich war immer noch ein bisschen so, ah!

00:16:05: Und er meinte so ja man merkt es dir halt einfach so krass an, dass dein Verstand die ganze Zeit rattert.

00:16:14: Was du aber brauchst, um das zu lernen ist

00:16:18: Vertrauen

00:16:18: in dich selbst.

00:16:20: You have to trust yourself Trust in your body and trust in yourself.

00:16:29: Das war so ein bisschen so'n Turning Point Weil er mir dann von einer sehr berühmten Freediverin erzählt hat, die einen berühmtem Satz gesagt hat about what you feel in the water.

00:16:48: Das heißt, noch mehr da reinzugehen in was fühlst du unter Wasser und warum fühlste das?

00:16:55: Und nicht was denkst du?

00:16:56: Weil fast dich halt abhält diese Schritte zu gehen und dass es halt übertragbar auf alles ist, es ist dein Verstand.

00:17:06: Dass ich gemerkt habe dieser Prozess ist so krass parallel zum wirklichen Leben den ich dadurch laufen hab.

00:17:12: Das, was uns am meisten von allem in unserem Leben oder vor allem Trend, was wir gerne in unserem leben hätten ist unser Verstand.

00:17:20: Und das habe ich einfach so deutlich gespürt in diesem Prozess und hatte dann am zweiten Tag ... hab die Atemtechniken angewendet, die er mir gezeigt hat, und hab da im Hotel wieder die Zeit gemessen.

00:17:36: Dann waren's zwei Minuten!

00:17:38: Ich dachte, okay, ja, es ist sehr

00:17:40: spannend.".

00:17:41: Das heißt, mein Körper ist jetzt in Innerheit von ... Ja.

00:17:45: Ich hab nicht vier Wochen trainiert und dann

00:17:50: so.

00:17:51: Und

00:17:51: ich dachte, das ist sehr spannend!

00:17:55: Wie viel?

00:17:55: Also da... merke dich schon diesen Prozess, okay?

00:17:58: Wie viel der Verstand damit zu tun hat.

00:18:00: Und dann am dritten Tag haben wir Static-Apnoe also statisches Abnoe gemacht was eigentlich soviel heißt wie du machst einen Breathe Up Also du machst Atemübungen und die sind die wirken von außen ein bisschen wie hyperventilieren.

00:18:16: Und das machst du sehr ausführlich!

00:18:18: Du bringst sie selber fast in so einem hypnotischen Zustand Und du machst das wirklich sehr ausführlich, Minuten lang.

00:18:26: Keine Ahnung, weiß ich nicht, zehn Minuten lang und du lässt dich dann mit geschlossenen Augen ins Wasser gleiten und dann liegst du sozusagen so auf der Wasseroberfläche um dann möglichst lange die Luft anzuhalten.

00:18:41: Das haben wir in mehreren Durchgängen gemacht.

00:18:43: also da waren dann mehrere dabei.

00:18:45: Da waren auch andere dabei, die diesen tagstatisches Abnoe ist halt sozusagen eine ganz einfache Also eine einzelne Disziplin, die man einzeln da üben kann.

00:18:55: Waren dann andere dabei?

00:18:56: Ein Amerikaner und Schweizerin... Und dieser Tag war für mich so mindblowing, weil meine beste Zeit an diesem Tag waren dann drei Minuten Durchstandheiten.

00:19:09: Und wieder mein Körper ist nach forty- acht Stunden nicht ein anderer Körper.

00:19:14: Ich habe einfach gemerkt es hat mich so berührt Weil der Lehrer hat sich total mit gefreut und gesagt, das ist das was ich meine.

00:19:27: Dein Verstand dominiert dich so sehr dass du gar nicht wahrnimmst, was

00:19:36: dein Körper

00:19:36: eigentlich kann.

00:19:39: Und da hat es irgendwie ein bisschen Klick gemacht.

00:19:44: Und wie gesagt, die ersten drei Tage bin ich auch morgens so ein bisschen mit Angst hingefahren.

00:19:48: So Gott was kommt heute?

00:19:49: und mache ich dies?

00:19:51: Okay, heute muss ich das!

00:19:53: Wahrscheinlich liegt es daran dass mein Druckausgleich nicht funktioniert.

00:19:55: dann habe ich wirklich auch zwei Stunden lang auf dem Handy im Hotel geguckt.

00:19:59: Wie macht man richtigen Druck?

00:20:00: ausgleichen?

00:20:01: Alles das was immer der Verstand sagt nämlich kontrollieren.

00:20:08: Du musst das richtig machen.

00:20:10: Also du denkst auf der Inhaltebene, musst du irgendwas machen umzu?

00:20:17: Und de facto war es je weniger ich gemacht habe, desto besser lief's.

00:20:23: und einer der besten Tauchgänge die ich gemacht hab war mit geschlossenen Augen weil mein... Verstand dann eben nicht so sehr, oh Gott wie tief bin ich jetzt?

00:20:35: Oh, so tief bin Ich schon.

00:20:37: Oh Gott komm' ich da noch wieder hoch?

00:20:38: Reicht denn meine Luft noch?

00:20:40: So weil ich bin dann am Seil, also ab nur übst du am Seile um sozusagen im offenen Meer ja natürlich auch klar wenn irgendwas ist wieder nach oben zu kommen.

00:20:52: Wenn ich so am Seil runtergegangen mit geschlossenen Augen, hab gemerkt ... Ich weiß nicht wie tief bin ich jetzt.

00:21:00: Das führt eben sehr dazu, dass du einfach wirklich spüren musst, wie es dir geht und wir auch gelernt haben, es gibt bestimmte Anzeichen die dein Körper zeigt.

00:21:12: Landläufig würde man ja meinen, wenn der Atemreflex groß wird, dann gehst du wieder hoch?

00:21:17: Nein!

00:21:17: Du kannst über diesen Atem-Reflex rübergehen Und dir passiert nichts.

00:21:22: Dein Körper wird Anzeichen zeigen und auf die musst du dann achten, wie zum Beispiel eine Kontraktion des Zwergfelds.

00:21:31: Irgendwann fängt dein Zwerchfeld an zu zucken, weil dein Körper klug ist.

00:21:35: Deinen Körper will dich retten,

00:21:37: dein Körper ist

00:21:38: für dich.

00:21:39: Deins Zwerichfeld fängt an zuzucken und simuliert quasi Atmung.

00:21:44: Du kannst noch einen gewissen Part ... Deswegen haben wir dieses statische Abnoe gemacht über diese Zuckung hinaus, heißt an der Wasseroberfläche gemacht.

00:21:52: Um zu fühlen in der Tiefe okay... Jetzt fängt mein Zwölchfeld an zu zucken.

00:21:57: jetzt habe ich noch weil ich das weiß so und so viel Zeit und dann muss sich wirklich hochgehen.

00:22:04: Das ist halt etwas gewesen, es ist halt ein Learning gewesen was mir sozusagen vorher irgendwie klar war.

00:22:19: Also verstandmäßig war mir klar, wir leben irgendwie unter unseren Möglichkeiten.

00:22:26: Es ist noch mehr möglich.

00:22:28: Ich weiß es nur grad nicht besser.

00:22:29: Das sind halt meine Blindspots und so das ist den meisten Menschen ja total klar.

00:22:35: aber dieser Prozess dort vor Ort hat es halt so bildlich gemacht.

00:22:42: also ich mein wenn du innerhalb von drei Tagen von einer Minute auf drei Minuten kommst ohne dass dass du ja irgendwie, du bist ja kein anderer Mensch.

00:22:48: Du hast auch keinen anderen Körper und du hast auch keine weiteren Hilfsmittel, sondern es geht nur um dich, um deine Lunge, dein Verstand, deinen Körper ... Und das hat mir einfach so, es hat mich so berührt dieser Prozess Jedes Mal wieder, und man sieht es auch an den Videos.

00:23:08: Er hat ein paar Videos von mir gemacht wie ich halt anfangs echt super verkrampft bin.

00:23:12: Er meinte there's tension everywhere.

00:23:14: Er hatte immer so'n bisschen... Da meine ich hier deinen Kiefer!

00:23:17: Deine Arme, deine Füße sind ... There is tension everywhere ne?

00:23:20: Du bist überall bis du voll verkrampfst Und das verbraucht Sauerstoff.

00:23:26: Das heißt du kannst nicht lange unten bleiben wenn du so runter gehst und irgendwie so.

00:23:30: Ne?

00:23:30: Weil es verbrauch jeder Muskel den du Nicht entspannts unter Wasser verbrauchs Oxygen, verbraucht

00:23:36: Sauerstoff.

00:23:37: Das heißt wenn dein Ziel ist entspannt eine gute Zeit.

00:23:40: das habe ich immer zu ihm gesagt.

00:23:42: Ich möchte in der Tiefe eine gute zeit haben.

00:23:44: Ich möchte mich da wohlfühlen.

00:23:45: es geht mir nicht um zehn meter am zwanzig und dreißig Meter aber ich möchte runtergehen ohne schmerzen ohne angst Und möchte eine gute zeithaben unter Wasser?

00:23:56: Das war das ziel dieser woche und dafür brauchte es halt.

00:24:00: Ja, die Techniken, die ihr mir gezeigt habt.

00:24:03: Also rein körperlich weiß was muss ich mit meinem Körper machen um den gut vorzubereiten?

00:24:08: Aber was es halt viel mehr gebraucht hat ist halt diese Arbeit mit mir selbst und mit meinem Verstand.

00:24:18: Und vor allem für mich eben dieser Kontrast zu ... Ich sitze da in meinem kleinen WG-Zimmer mit zwanzig, hab die sechste Nebenhöhlenentzündung.

00:24:31: Ähm ... denke oh Gott irgendwie dieses Leben ist ... Was soll ich denn mit diesem Leben irgendwie wirklich anfangen?

00:24:38: Weil ich kann ja das alles gar nicht!

00:24:39: Ich habe so viele Allergien.

00:24:40: Ich hab so viel dies, ich hab soviel Dase, ich habe so viel Ängste.

00:24:45: Soviele Selbstzweifel und zu merken okay was ist da eigentlich möglich?

00:24:51: Und ich hatte das Gefühl es war jetzt Das war jetzt nur, wie so eine Tür ist aufgegangen und ich habe nur einen Spalt durchgeguckt.

00:25:01: Ich hab nur einen spalt durch geguckt was möglich sein könnte.

00:25:06: also Wie begrenzt mein... Und ich denke immer eigentlich weiterentwicklung ist mein Hobby sozusagen.

00:25:14: Also ich habe schon immer Podcast, Coachings Bücher Fernsehserien Gespräche.

00:25:21: Ich hab alles immer aufgesogen wie so ein Schwamm.

00:25:24: Dass ich immer so dachte ja an vielen Bereichen habe schon viele Dinge erkannt oder wie auch immer.

00:25:29: aber das Gefühl wie es hat sich in Mallorca eigentlich nur so eine Tür so einen Spalt geöffnet sodass ich mal da durchgucken kann und sehen kann wow!

00:25:37: Da ist noch so viel mehr möglich dass noch...ich kann gar nicht absehen wieviel da eigentlich möglich ist.

00:25:47: Vielen Dank fürs Mitnehmen.

00:25:49: Es war ein Wohltat, dir zu lauschen so schön und ja ist schon das ganz berührend weil da steckt ja so viel drinnen fürs Leben eben nicht dieses wie wir immer kontrollieren wollen alles im Verstand lösen wollen und es für uns so wichtig ist dass nur wir viel machen und dann alles gut läuft.

00:26:11: gut läuft anführungszeichen was ist denn gut läuft oder dass dann ein ganzes Meer möglich ist, ein ganzer Ozean-Dinge möglich ist wenn wir das loslassen und aufhören so kontrollieren zu wollen.

00:26:24: Und das ja in allen Lebensbereichen ob das dann Partnerschaft im Job oder mit den Kindern isst was da alles möglich sein kann?

00:26:35: Ja und glaube auch bezogen auf also ganz faktisch im gleichen Körper.

00:26:41: Also es heißt nicht du musst alles Kannst du machen, kann jeder so machen wie er will?

00:26:48: Natürlich kannst auch radikale Entscheidungen treffen.

00:26:50: Kann sagen wir verkaufen das Haus und wohnen jetzt im Wohnmobil oder so.

00:26:53: Kannst Du machen's.

00:26:55: Aber zu merken der eigentliche größte Hebel liegt halt im Verstand.

00:27:03: Und das heißt nicht, dass es nicht Strukturen gibt oder Partnerschaften gibt.

00:27:06: Oder Sachen gibt die... Also es geht nicht darum sich das dann schön zu reden oder zu sagen so Ich muss nur genug an mir arbeiten und dann ist mein Leben so wie's is gut.

00:27:18: Aber zu merken, dass da halt einfach eine riesige Bandbreite eigentlich ist Wie du mit dem was du jetzt hast umgehen könntest oder Ja wie du das auch Nicht nur anders wahrnehmen finanziell auch anders steuern könntest, also ohne dass du halt auf der Inhalts-Ebene wirklich was verändern

00:27:39: lässt.

00:27:40: Ja und auch diese Erwartung die ganz viele haben das im Außen sich erst irgendwas ändern muss, dass im außen jetzt Exiblon passieren muss damit ich weiß nicht muss mehr Geld kommen damit ich mich endlich entspanne.

00:27:52: es muss die Kinder besser funktionieren.

00:27:54: es muss keine Ahnung.

00:27:56: Ich hatte letztens das Bedürfnis ganz dringend ans Meer mal zu müssen aber ist ja auch Bullshit weil Das Gefühl, was ich mir da erhoffe, habe ich ja irgendwo in mir.

00:28:04: Es kann nicht mehr auch selbst mit mir wiederherstellen.

00:28:10: Finde ich

00:28:11: eine Warnung... Ja oder sich zu fragen, woher kommt dieses Bedürfnis eigentlich?

00:28:15: Woher kommt das Bedürfenes?

00:28:16: und spannenderweise war es jetzt auch die erste Reise.

00:28:20: Ich hab schon länger seit drei Jahren mit meinem Mann so ne Abmachung, dass wir sagen einmal im Vierteljahr Für uns sozusagen aus Ressourcengründen am besten.

00:28:31: Einmal im Vierteljahr hat jeder von uns beiden ein freies Wochenende, also komplett zur Freien Verfügung kann an dem Wochenende machen was er oder sie will.

00:28:41: Und da war das wirklich immer so, dass ich echt weggefahren bin und dachte, oh Gott endlich!

00:28:46: Oh Freiheit.

00:28:49: Es geht nur um meine Bedürfnisse.

00:28:51: Ich muss keine blöden Blöde... Ich hasse Küche aufräumen.

00:28:55: Keine Kücheaufräume.

00:28:56: Ich musste nicht irgendwelche Gerichte planen die keiner ist und ich muss auch nicht abends des Lego weg.

00:29:02: also ne?

00:29:02: Da war ich richtig so.

00:29:04: Und jetzt hatte ich aber auch so Momente im Hotel.

00:29:08: Da hatte ich wirklich, und das habe ich zum ersten Mal sogar, dass ich mich echt ein bisschen einsam gefühlt hab.

00:29:13: So vor zwei Jahren hätte ich noch so gedacht,

00:29:16: oh

00:29:16: Gott sei Dank endlich weg von dem ganzen Bums!

00:29:19: Endlich raus aus diesem Ganzen, so was ich gemerkt habe... Früher muss ich zugeben, habe auch meine Kinder oft nicht vermisst.

00:29:30: Was immer ein Thema mit Charme ist.

00:29:32: Ich hab die dann das Wochenende übernicht vermisst und es hieß dann immer nach ... Warst du jetzt am Wochenende weg?

00:29:37: Hast deine Kinder vermisst?

00:29:38: Und dann dachte ... Nee eigentlich nicht.

00:29:41: Ja.

00:29:42: Und dachte immer so, oh, da darf das sein!

00:29:44: Jetzt war's aber so, ich hab sie wirklich vermisst, weil ich gemerkt hab, dass war ... Ich hab sie quasi anders abgespeichert oder es hat sich halt irgendwie die Haltung ihnen gegenüber verändert, weil ich gemerkt habe vieles von dem was ich als anstrengend bewährte oder bewertet habe.

00:30:02: Hat natürlich damit etwas zu tun dass ich auch scheiße für mich gesorgt habe.

00:30:09: Und je ist de facto so.

00:30:10: das war für mich ein harter richtig harter Lernprozess.

00:30:13: Je beschissener ich für mich besorgt habe, desto anstrender ist es halt auch mit den Kindern.

00:30:18: Ja Ich habe halt drei, die sind dicht beieinander.

00:30:21: Die sind vier, sechs und acht.

00:30:23: Das heißt ich hatte Phasenweise auf der Inhalts-Ebene auch eine krasse Zeit weil sie alle nicht durchgeschlafen haben, weil ich drei Wickelkinder hatte.

00:30:32: Und dann natürlich mit Corona auch Phasend hatte wo ich mit denen irgendwo hin konnte und so.

00:30:37: das war auf der inhaltes Ebene schon richtig krass.

00:30:42: Was ich glaube was aber für viele Wie soll ich das sagen?

00:30:50: Es geht nicht darum, zu sagen ... Ich muss jetzt einfach nur irgendwie das anders umdeuten.

00:30:57: Und dann ist es easy.

00:30:58: Das meine ich damit nicht.

00:31:00: Aber zu merken, dass kann auch ein Flow mit den Kindern werden, wenn ich halt erstens bestimmte Ansprüche loslasse und zweitens, wenn mich halt vor allem einen Teil Perfektionismus loslasse.

00:31:19: Ja, für mich steckt immer ganz viel drin den Widerstand loslassen gegen das was gerade da ist.

00:31:25: Also weiß ich nicht wenn meine Tochter Kind krank zu Hause ist dann den Wiederstand dagegen los lassen dass sich jetzt nicht arbeiten kann, dass sie jetzt die ganze Zeit hier ist und mich die ganze zeit braucht beschäftigt werden will Dass ich keine Zeit für mich habe Das sind alles so Sachen die dann etwas in mir auslösen.

00:31:41: aber ja nicht weil außen was passiert sondern weil ich eine Bewertung drüber haben.

00:31:46: Und gelingt dir das das loszulassen?

00:31:49: immer besser.

00:31:50: Also es hat gedauert, bis ich das erst mal gesehen habe.

00:31:53: Das ist für mich so schwer.

00:31:54: Es war nicht die Bewertung drüberhabe und jetzt brauchst manchmal noch ein paar Tage dass sich dann nach drei vier Tagen Länge ach ja Moment!

00:32:03: Das fühlt sich gerade alles so anstrengend an weil du die ganze Zeit zu diesem inneren Widerstand hast und alles so eng wird und dann aber bewusstes loszulassen.

00:32:12: Mal geht schneller, mal braucht's wie gesagt ein paar tage Aber an diesen Punkt ranzukommen.

00:32:19: Weil früher war zum Beispiel eine Kindkrankwoche für mich die Hölle, weil das auch ganz viel mit mir gemacht hat so die ganze Zeit gebraucht zu werden keine Zeit für mich zu haben nicht rauszukönnen vielleicht overtouched zu sein und so.

00:32:34: na

00:32:35: die Küche du fängst morgens an kochsträumst auf koch sträumts auf kocht räumt auf dieser endlose kreislauf Und dann irgendwann zu sehen ja krass eigentlich hat nichts davon eine Bedeutung außer die, die ich dem Ganzen gebe.

00:32:52: Die Küche raufräumen ist nur schlimm weil ich es schlimm finde und das ist für mich ein Riesengeschenk dass jetzt so sehen und immer wieder loslassen zu können.

00:33:04: Ja wow okay ja also das fällt mir immer wieder noch schwer wobei mein Weg da Wobei mein Weg da ist, dass ich denke, ich darf es mir halt auch leicht machen.

00:33:15: Weil ich merke, wenn ich jetzt grad total ... Also ich hab jetzt ... Sommerferien.

00:33:18: Das heißt diese Woche sind noch Betreuung ab nächster Woche habe ich die drei Kids von morgens bis abends zu Hause so.

00:33:25: Ja.

00:33:25: Jedes Mal soll sich denken, oder hab ich auch Respekt vor?

00:33:30: Weil ich auch weiß, das hat seine Phasen und dann ist es total schön.

00:33:33: Und dann ist's wieder so anstrengend wie Stars.

00:33:35: Und jedes mal neb ich mir natürlich auch was vor, wie ich dieses Mal mit umgehen will und was für mich, was ich sagen wollte.

00:33:42: Was für mich bisher am meisten funktioniert hat ist da super viel Ansprüche loszulassen und das hat bei mir ganz viel mit Charme zu tun nämlich auch zu sagen okay meine Kinder sind jetzt die ganze Woche zu Hause Da darf ich gucken dass meine Bedürfnisse nicht untergehen und gucken wie kann ich sie stillen?

00:34:08: in deren Anwesenheit ohne ihn sozusagen irgendwie zu suggerieren, wegen euch kann ich das jetzt nicht so machen wie es eigentlich machen wollen würde und also nicht ungerecht zu werden.

00:34:21: Und gleichzeitig aber doch auch für mich Sorgen.

00:34:24: Und dass ist für mich zum Beispiel die Bildschirmzeit in den Ferien einfach höher als unter der Woche.

00:34:30: Das ist so was ich jetzt merke.

00:34:33: Jetzt habe Sie haben sich schon dreimal gefetzt, der eine hat schon geheult.

00:34:39: Der dritte ist schon beleidigt und wir haben noch nicht mal gefrühstückt.

00:34:44: Dann mache ich so Sachen wie okay.

00:34:46: heute morgen machen wir das jetzt so... Ich geh jetzt duschen und ihr könnt jetzt ne Sendung mit der Maus gucken!

00:34:51: Und dann gucken sie vielleicht mittags nochmal weil ich merke meine Kapazität ist erschöpft, dann gucken die nochmal und vielleicht gucken sie nachmittags mit mir auch nochmal ne Doku, nachdem wir dann irgendwie weiß ich nicht Fuß... Ich bin kein Fußballfan, aber ich spiel gerne mit meinen Söhnen im Fußball.

00:35:07: Dann haben wir Fußball gespielt und Höhle gebaut, dies das ... Und ich merke auch, jetzt reicht's!

00:35:11: Und dann gucken wir nachmittags noch mal eine Doku zusammen.

00:35:14: Weil ich keine Lust mehr hab, mir was auszudenken wenn die sagen, oh,

00:35:19: mir ist langweilig

00:35:20: oder jetzt ne Tasche zu packen für drei Kids mit Wechselklamotten um mich ins Auto zu setzen zum Ausflug zu fahren wo der eine sagt, nee, da habe ich ja überhaupt keinen Bock drauf und der andere sagt, aber, ich will viel lieber das so weißt du?

00:35:33: da mit mir milder zu sein, weil früher war das so für mich dass ich dachte oh es ist eigentlich ein Armutzeugnis wenn ich meine Kinder von Bildschirm setze.

00:35:43: Dann bin ich als Mutter eigentlich habe ich eigentlich verkackt.

00:35:50: Ich müsste dafür sorgen dass meine Kinder den ganzen Tag schön beschäftigt sind Mit irgendwelchen pädagogisch wertvollen Sachen und mir müsste es dabei gut gehen.

00:36:01: Das war so mein Anspruch An diesem, da bin ich halt immer wieder krachend gegen die Wand gefahren.

00:36:09: Weil ich gemerkt hab das funktioniert für mich nicht.

00:36:10: als Neurodivergente also als Frau mit ADHS funktioniert es auch nicht weil einfach dieses Wiederkehrende wie du sagst Du machst Essen Küche aufräumen, mein Gehirn verlangt irgendwann nach Dopamin und das muss ich mir dann irgendwie holen.

00:36:27: Das kann sein dass ich sage Jungs Ihr könnt jetzt hier die Fußball-Zusammenfassung gucken.

00:36:35: Und ich gehe in den Keller, mache mir irgendwie ein Podcast drauf und kann ungestört Wäsche zusammenlegen – das kann so was sein!

00:36:44: Ich habe total den Fokus, ich kann diese Podcastfolge in Ruhe hören und mach dabei irgendwas ganz ruhig in meinem Tempo ohne unterbrochen zu werden.

00:36:53: Das kann sowas z.B Das heißt, es muss dann nicht immer so was sein wie ich muss jetzt hier raus.

00:37:00: Ich habe kein Bock mehr!

00:37:03: Aber es darf halt finde ich.

00:37:07: und wir leben in einer Zeit in der digitale Medien überall verfügbar sind und meine Jungs dann auch eine Runde Mario Kart zocken auf der Wii oder so.

00:37:17: Und

00:37:18: das heißt nicht dass ich sage ich muss alle zehn Minuten irgendwie Zeit für mich haben und dann mache ich den das an.

00:37:26: Aber

00:37:27: ich finde, deswegen hab' ich auch mal auf Social Media geteilt.

00:37:31: Meine Kinder haben keine festen Medienzeiten weil ich mach das nach deren Ressourcen und nach meinen Ressoursen.

00:37:37: Und da habe ich immer wieder auch ein Konflikt mit meinem Mann Weil der Arzt ist und sagt die Empfehlung von Kinderärzten ist, weiß ich nicht für Alter So-und-so sind es irgendwie zwanzig Minuten für Alter so-und-, so-un...fünfundvierzig Minuten.

00:37:50: und wenn du damit aber im Kopf rumläufst am Tag Dann machst du es dir halt echt richtig, richtig eng und richtig schwer.

00:38:00: Ja.

00:38:00: Spannend mit diesen Medienzeiten hatten wir auch so ein Prozess jetzt ... dass immer mehr loszulassen diese Vorstellung und die Angst, die damit einhergeht.

00:38:09: Und im Prinzip ist das ja mit fast allen Sachen, die wir mit unseren Kindern machen, dass wir eine bestimmte Vorstellung haben und ne Angst, dass dann irgendwas passiert wenn die nicht eingehalten wird.

00:38:20: Unsere Medienzeit und ich finde auch Essen zum Beispiel sind super Rennpunkt Themen, wo ja aber faktisch keiner weiß was wirklich passiert.

00:38:29: Weil diese Generationen gab es ja noch nicht.

00:38:32: Die sind ja die erste Generation, die so aufwächst.

00:38:35: und vor allem finde ich immer, ich kann meinem Kind nichts verlangen, was ich selbst nicht kann.

00:38:46: Und ich hänge auch zu viel am Handy Und ich habe auch meine Jugend damit verbracht, nach Hause zu kommen den Fernseher anzumachen und auszumachten wenn ich schlafen gehe.

00:38:54: Wie soll ich jetzt meinem Kind in Anführungsstrichen einen gesunden Umgang was auch immer das ist beibringen?

00:39:00: Wenn ich den selbst ja nie hatte.

00:39:02: Ja!

00:39:03: Das fand ich auch ganz spannend so diesen Prozess das loszulassen und dann auch als Familie das zu testen.

00:39:10: Wir hatten letztens so ein Tag hat meine Tochter Stunden also fast den ganzen Tag geguckt weil ich dachte, lass es jetzt mal laufen und bespreche das dann mit ihr.

00:39:22: Und dann haben wir den ausgemacht irgendwann abends und dann ist sie richtig so eskaliert einmal und dann habe ich sie begleitet und war für sie da und hinterher haben wir besprochen woher das kam was das mit ihr gemacht hat auch so viel gucken zu dürfen.

00:39:38: Und ich habe dann so gesagt, also wenn ich so viel gucke.

00:39:41: Ich liebe das und gleichzeitig fühle ich mich abends irgendwann manchmal ganz matschig dadurch.

00:39:45: Dann fühlt sich mein Körper gar nicht mehr gut an.

00:39:47: Nazi gesagt ja Mama mir ging das auch.

00:39:49: jetzt bin ich so traurig dass ich die Zeit mit dir nicht verbringen konnte und so.

00:39:53: Und Mama mir fällt es so schwer aus zu machen.

00:39:56: aber ich möchte, dass du mich fragst, dass wir eine zeit besprechen und dass du dich dann zwingst auszumachen auch wenn ich nein sage.

00:40:04: Guck mal, so weit kommt es bei den meisten glaube ich gar nicht.

00:40:11: Weil da schon die Kontrolle, die Ängste der Verstand sagt oh Gott das kann ich doch nicht machen?

00:40:16: Das geht doch nicht!

00:40:17: Also ich finde das ist ein krasses Beispiel, das war für mich einen Aha-Moment soweit ich weiß.

00:40:25: in keiner anderen Sprache der Welt gibt es das Wort Rabenmutter Oder diesen Kontext-Rabenmutter.

00:40:32: Und ich finde, der ist in Deutschland sehr präsent.

00:40:35: Du bist ... Das gehört viel dazu eine gute Mutter zu sein und es gehört sehr wenig dazu ein Rabenmutter zu sein.

00:40:42: Also bist du ziemlich schnell!

00:40:46: Ich find das so krass, dass du... also ich hab' das auch schon mal überlegt weil meine Schwägerin die macht immer wieder mit ihren Kindern so und ich weiß gar nicht genau wie sie das nennen aber sowas wie Die Kinder dürfen einen bestimmten Tag, ich weiß nicht genau wie sie es nennen.

00:41:03: Und hab das mein Mann auch mal vorgeschlagen und der war direkt so ach du Scheiße.

00:41:07: ja.

00:41:08: dann nee das können wir nicht machen!

00:41:09: Dann eskalieren die vollkommen.

00:41:12: Habe ich gedacht ja wissen wir das?

00:41:15: Keine Ahnung.

00:41:16: Und vor allem spannenderweise, welche Lehren dürfen sie dann selber mal ziehen?

00:41:21: Weil wir meinen ja immer dass wir irgendwie den Kindern weil wir ja erfahrener sind das wir ihnen die bestimmten Lehren irgendwie beipuhlen müssen nicht darüber nachdenken dass sie halt bestimmte Erfahrungen selber machen müssen um sie wirklich auch also nicht nur aus Gehorsam zu machen oder was auch immer, so irgendwie Blitzing zu machen.

00:41:45: Sondern zu merken ... Boah das hat mir echt nicht gut getan, den ganzen Tag Fernsehen zu gucken!

00:41:50: Ich fühlte mich richtig schlecht abends.

00:41:53: Ja ja und also was ich ja auch immer wieder beobachte wenn ich von meinem Kind irgendwas Bestimmtes möchte geht es ja ganz schnell nicht mehr um die Inhalts-Ebene sondern dann geht es energetisch um zwischen dir und mir.

00:42:07: Um einen Kampf.

00:42:08: dann wer kriegt jetzt die Kontrolle über die Situation und setzt sich durch?

00:42:14: Und damit erschaffe ich ja tausende Situationen am Tag, wo wir plötzlich gegeneinander arbeiten.

00:42:20: Anstatt eben meinem Kind die Möglichkeit zu geben echte Erfahrungen zu machen und sich selbst überlegen wie möchte ich das?

00:42:29: Ja also da kann ich mir an die eigene Nase fassen weil Ich habe das zum Beispiel mit dem Thema, dass es für mich ein bisschen schwer auszuhalten, weil ich als Kind so viel krank war.

00:42:43: Ich war so unendlich viel krunk und sowas wie mit Thema heiß-kalt?

00:42:50: Wie warm ziehe ich mich an?

00:42:52: Wie kalt zieh' ich mich ans?

00:42:53: Zieh' jacke an?

00:42:54: Sieht sich Mütze auf Ja oder Nein?

00:42:57: Da merke ich immer wieder, da challengee ich mich dann auch selber dass ich mir halt einfach immer mal wieder auf die Zunge beiße.

00:43:04: Wenn ich sehe, der kleinste läuft Barfuß ist regnet draußen sind jetzt vierzehn Grad aktuell hier bei uns.

00:43:10: leider der läuft jetzt barfuß und im T-Shirt raus und will Fußball spielen dann merke schon so wie alles in mir so der muss noch eine Jacke anziehen der muss auch Schuhe anziehen und dann so denke ja aber wie soll er merken das es Dass das kalt ist und dass es unangenehm ist, kalt und nass zu sein wenn er nie kalt oder nass sein darf.

00:43:32: Ja ja... Oder wenn sie größer sind auch weiter gedacht bei sich in der Schulzeit.

00:43:37: Boah ich weiß nicht hab's übertrieben bin jetzt krank geworden und verpasst jetzt deswegen Schulausflug oder sowas.

00:43:44: Das kannst du ja auch noch... Je größer sie werden desto mehr können Sie die Erfahrenden auch noch verknüpfen.

00:43:50: was das heißt so auf sich aufzupassen und Konsequenzen zu tragen?

00:43:55: wo es dann glaube ich aber eben eine Bindung zu den Eltern braucht oder eine Ebene zu den Eltern braucht, dass sie das dann halt auch reflektieren und erfahren können.

00:44:05: Und nicht ... Wie es in meiner Kindheit war, dann jemanden der sagt ja, siehst du?

00:44:11: Habe ich ja gesagt!

00:44:12: So weißt du, dann denkst du ja okay machst du als Teenager dicht und hast dann auch keinen... Also du reflektierst dann ja nicht weiter drüber sondern sagst ja wir erzählen

00:44:22: mal so

00:44:24: Ja und da immer auf diese... also was mittlerweile für mich sich so krass rauskristallisiert hat, immer so viel wie möglich auf die Bindungsebene einzuzahlen.

00:44:37: Egal was das auf der Inhaltebene heißt.

00:44:41: Manchmal heisst das dass wir bei Strahlen im Sonnenschein eng aneinander gekuschelt, auf dem Sofa sitzen und ein Kinderfilm gucken mit Popcorn Und alles, das in mir ja auch sagt oder auch denke jeder der das jetzt sieht würde sagen draußen ist doch strahlender Sonnenschein.

00:44:58: Warum seid ihr nicht draußen?

00:45:00: Aber es ist Freitag Nachmittag.

00:45:01: meine Jungs hatten ich weiß was die alle hatten diese Woche.

00:45:04: Die hatten dann irgendwie Sportveranstaltungen in der Schule.

00:45:07: In der Schule war dies das Dann hat er eine noch hier und dann hatte er noch ein Konflikt und sie sind freitas Nachmittags Das steht den hier.

00:45:15: Deshalb, ich freit das nachmittags grundsätzlich auch kein Spielverabredung.

00:45:19: Keine Ausflüge.

00:45:20: also zu den zu nur neunzeigkommaneuen Prozent sagen nein wir sind nicht dabei weil ich einfach auch merke meine Jungs haben richtig Bock dann irgendwie hier rumzulimmeln am liebsten dann auch am Samstagmorgen im Schlafanzug auf dem Boden zu sitzen, ein bisschen Lego zu spielen bis hin zu Daddeln, bisschen Dies und so wirklich.

00:45:42: Und ich denke ja aber das ist doch eigentlich auch das was ich an meiner Kindheit am schönsten in Erinnerung habe.

00:45:50: So dieses zeitlose Gefühl von Du musst nichts und dir wird dann irgendwann Essen angeboten.

00:45:59: Und klar, irgendwann musst du auch ins Bett, aber so dieses in einem sicheren Rahmen zu Hause zu sein?

00:46:06: Und du kannst halt einfach so zeitlos irgendwie vor dich hinspielen.

00:46:12: Ja, einfach nur sein!

00:46:14: Einfach nur sein.

00:46:14: ja und das denke ich so.

00:46:17: ja dass und ich beobachte die dann auch so gerne.

00:46:21: Ich hab mir dann auch echt verordnet, das nicht zu kommentieren und da nicht reinzugrätchen.

00:46:25: Und so gelingt mich nicht immer.

00:46:27: Aber weil die dann wirklich in Spielzyklen manchmal mittlerweile reinkommen ... Wo die wirklich so anderthalb Stunden merke ich, die sind komplett... Also die kriegen eigentlich nichts mehr mit!

00:46:40: Wenn ich jetzt ansprechen würde, dann würd' ich die da voll rausholen, weil sie sind total in einem eigenen Film drin.

00:46:48: Ja.

00:46:50: Solange meine Kinder das auch haben, sehe ich das für mich.

00:46:53: Auch kann man es sagen ist eine Rechtfertigung von mir aus aber seh ich das als Zeichen dass es den gut geht, dass deren Fantasie nicht beeinträchtigt ist, dass der wie man sagt Urvertrauen nicht beeinteiligt ist oder irgendwas.

00:47:08: also solange sie dieses unbedarfte freie Spielen haben wo Sie wirklich wissen das dürfen Sie so lange umso viel machen und wie Sie auch wollen machen Und ich kenne das ähnlich.

00:47:24: Ich bin als Einzelkind aufgewachsen bei meiner leinen erziehenden Mutter, ich kam nach Hause und war niemand da.

00:47:30: Ich habe mir den Fernseher angemacht.

00:47:33: Dann lief da das komplette RTR II irgendwas Nachmittagsprogramm oder Sat.

00:47:38: I keine Ahnung.

00:47:39: Lief es darauf und runter?

00:47:41: Das konnte man damals ja noch nicht entscheiden.

00:47:44: Du konntest zwar den Sender wechseln, aber du konntet jetzt gar keine Mediatheken und das lief dann auch meistens bis meine Mutter nach Hause gekommen ist irgendwann weil sie dann was hast du schon wieder die ganze Zeit Fernsehen geguckt?

00:47:59: Was ist mit deinen Hausaufgaben?

00:48:01: oder wie?

00:48:02: Aber ja und ich sage nicht dass optimal war.

00:48:06: Ich sage nicht, dass das irgendwie so ... Dass ich da sagen würde, es muss man auf jeden Fall genauso noch mal machen und ich merke bestimmte wichtige Dinge sind, würde ich sagen bei mir dabei nicht kaputt gegangen?

00:48:23: Ja.

00:48:24: Das ist jetzt nicht das uns das irgendwie verdorben klingt zu komisch aber es sind jetzt nicht die Sachen die sich eingebrannt haben, finde ich dann.

00:48:35: Das sind ja eher die Sachen wo Bindung gefehlt hat oder so all diese Sachen.

00:48:41: Aber ich fand gerade noch einen Satz spannend den du gesagt hast und da liege ich mit den Kindern Freitag nachmittags auf der Couch, wo man jetzt denken könnte was macht sie denn da?

00:48:51: Das ist aber auch nur eine Projektion in anderen Köpfe.

00:48:53: vielleicht sieht das eine andere Mutter und denkt oh!

00:48:56: Die hat das so gut.

00:48:57: Jetzt liegt ihr mit ihren Kindern auf einer Couch.

00:48:58: Ich muss hier im Freibad noch ne ganze Kindergruppe betreuen Weiß man ja nicht.

00:49:02: Das ist nur die Annahmen, die wir haben und dann in andere Köpfe projizieren, wo wir gar nicht wissen was die anderen denken.

00:49:09: wenn sie es nicht gerade sagen aber...

00:49:15: Ja das stimmt!

00:49:16: Wahrscheinlich ist es eher so etwas, was ich auch als Thema in unserer Partnerschaft mit meinem Mann habe weil der halt häufig irgendwie so ist, was habt ihr gemacht?

00:49:32: Wir haben nicht so viel gemacht.

00:49:35: Warum denn nicht?

00:49:36: Und dann ich nur kurz sage, unser Großer ist auf einer freien Schule keine staatliche Schule.

00:49:46: Die haben keine Hausaufgaben und die können sich in ziemlich vielen künstlerischen Bereichen sozusagen austoben.

00:49:54: dafür dass sie keine Hausafgaben haben hat er aber schon seit der ersten Klasse oft bis drei Uhr Schule.

00:50:02: Und das ist aber, finde ich für so ein Siebenjährigen von acht Uhr, dreißig bis fünf ... Das ist fast wie einen Arbeitstag.

00:50:10: Das ist eine lange Zeit.

00:50:12: und dass ich dann häufig habe oder denke, der gemacht hat genug heute.

00:50:17: Der hat auch genug Input gehabt und genügend Leute weil er auch an der Schule ist wo eben Ältere dabei sind.

00:50:22: also es ist von bis zu keine reine Grundschule wo jetzt nur erstes bis vierte Klasse ist oder so sondern da sind wirklich die Großen mit auf dem Schulhof Es geht bis zehnte Klasse.

00:50:32: Das heißt, er sieht als ganz kleiner schon auch was die ganzen Großen machen und merke immer richtig wie sein kleiner Kopf das alles noch gar nicht so richtig greifen kann was da so die dritt vier fünf sechs sieht acht Klässler was die also sagen und regeln und den Sprachgebrauch denen wir haben und die Themen die Sie haben usw.

00:50:49: sich denke Machen der das reicht dem komplett am Input.

00:50:54: Der will dann irgendwie nochmal ein bisschen sein Schiffe versenken auf dem Tablet spielen Und dann will er ein bisschen Fußball spielen im Garten.

00:51:03: Das ist halt ganz häufig Konfliktpotenzial, weil mein Mann sitzt den ganzen Tag in der Praxis.

00:51:09: Er kriegt wenig Sonnenlicht!

00:51:11: Der sieht tausend Menschen ...

00:51:14: D.h.,

00:51:14: der will am Wochenende mal gerne raus in die Natur.

00:51:17: Will

00:51:19: weg vom Grundstück und die Kinder wollen auf dem Grundstuck bleiben.

00:51:23: Die wollen am liebsten einfach nur im Gaten sein.

00:51:25: wenn es heißt so... Wenn mein Mann fragt ja, wollt ihr irgendwo hin?

00:51:30: dann sagen unsere Jungs zu neunzig Prozent, nee wir wollen im Garten Fußball spielen.

00:51:35: Und mein Mann ist eher so und das verstehe ich total dass er sagt oh er wird jetzt gern zum Strand fahren, er würde jetzt gerne in den Wald gehen, er würd jetzt gerne Fahrtour machen und das sorgt immer wieder für Konfliktpotenzial.

00:51:49: und mittlerweile habe ich einfach gemerkt was halt auch so ein Anspruch ist der schwierig macht ist dieses Wir müssen alle zusammen etwas machen und wir müssen es alle gleich gut finden.

00:52:00: Ja,

00:52:01: absolut.

00:52:01: Und das bei fünf Leuten ist die Wahrscheinlichkeit schon hoch dass mindestens einer dabei ist der sagt oh nee David ist aber nicht so richtig Bock drauf.

00:52:11: Das sehe ich bei uns ja schon zu dritt.

00:52:13: ein riesen Konfliktpotenzial und ich habe meinen Blick da auch ziemlich darauf verändert was Familie bedeutet.

00:52:22: für mich ist das so dass wir ein Nervensystem quasi sind einen System sind Und wir immer gucken, welche Bedürfnisse sind gerade da von jedem.

00:52:35: Welches braucht jetzt am ehesten Unterstützung?

00:52:37: vielleicht?

00:52:37: Wer kann sich besser anpassen?

00:52:40: Wer braucht mehr Aufmerksamkeit?

00:52:42: und das kann genauso ich wie mein Partner sein.

00:52:46: Es muss nicht immer sein dass eine alles vorgibt oder so sondern wirklich immer ein Absprache.

00:52:51: Wie geht es mir grad was wünsche ich mir Was davon können wir möglich machen?

00:52:55: und dann eben auch Würst KSEDA was für sich machen?

00:52:58: oder, ne?

00:53:00: Was mal in die eine Richtung schwenkt.

00:53:02: Mal in die andere Richtung?

00:53:05: Ja ja das erinnert mich gerade an Ich glaube ich sage ihren Namen jetzt falsch Nora Imlau heißt sie so Die hat ein Buch geschrieben und da sozusagen die Essenz daraus ist.

00:53:22: Und es ist so ähnlich wie dass was du grade gesagt hast In jeder Situation zu gucken, wessen... Nicht was ist jetzt hier gerade wichtig.

00:53:33: Sondern Wessenbedürfnis ist jetzt grade am dringendsten und wer bereuchte jetzt... Also einmal Wessen bedürfen ist es am dringsen und wer bräuchte Jetzt am ehesten Support oder wer hat noch Kapazitäten?

00:53:50: Ja Und kann sagen ja okay dann Ich stecke zurück in Anführungsstrichen.

00:53:56: Ja, ich verzichte vielleicht oder so und das spannend, dass du das sagst weil ... Dass immer wieder was ist, was ich intuitiv spüre aber mir da auch mein Verstand reingrecht.

00:54:08: Ja also für mich hat es total geholfen das so zu denken Und ich finde es auch so ein krasser Unterschied zu dem wie Du und ich ja wahrscheinlich ähnlich aufgewachsen sind, ne?

00:54:20: Das gab es ja früher nicht.

00:54:21: Oder bei mir nicht das Kinder weiß ich nicht groß mitentschieden haben oder sagen konnten sie wollen was nicht sondern da wurde gerade den Urlauben oder so ein Wochenenden vorgegeben.

00:54:31: Das machen wir Essenszeiten.

00:54:33: Das wird unternommen.

00:54:34: Es hat möglichst allen Spaß zu machen.

00:54:37: So fertig!

00:54:38: Und dass so... das Familienleben so neu zu denken finde ich einfach mega cool.

00:54:43: Es macht mir so Spaß das dann auch so zu leben.

00:54:45: halt

00:54:48: Ja, mir auch und ich finde es auch immer wieder echt herausfordernd weil ich das Gefühl habe so viele Vorbilder gibt's dafür nicht.

00:54:56: Das

00:54:56: stimmt ja also keins ist untertrieben aber wenig auf alle Fälle finde ich im öffentlich zugänglichen Raum so dass man sehen könnte ja

00:55:09: Ich merke das immer wieder, also mein Mann sind zum Beispiel so bestimmte Dinge total wichtig wie die Kinder müssen mit aufräumen und die Kinder da müssen auch mal Konsequenzen haben.

00:55:20: Und ich merke, ich bin da immer wieder nicht weil ich nicht mit ihm an einem Strang ziehen will aber ich bin dann immer immer wieder es sich merke ich habe ein kleines Fragezeichen im Kopf und denke nur kurz und dass ist halt einfach wirklich eine neugierige Frage in dem Moment die sich in meinem Geist so auftut.

00:55:34: So muss das jetzt wirklich so sein?

00:55:38: Ist es wirklich wichtig, dass wir das jetzt so und so machen?

00:55:40: Also Beispiel Nora Emlau hat auch – ich weiß nicht ob ich's bei ihr auf Facebook, Quatsch auf Instagram gesehen hab oder auch in ihrem Buch gelesen habe.

00:55:47: Sie hat zum Beispiel mal öffentlich gesagt, dass ihre Kinder morgens nichts machen müssen.

00:55:52: Die hat ja glaube ich vier oder fünf Kinder Und sie hat gesagt, weiß ich nicht die Hälfte davon Neurodivergent oder hochsensibel oder weiß ich genau wie sie es nennt aber auf jeden Fall irgendwie eine Form von NeuroDivergents.

00:56:07: Dass sie gesagt haben, wir sind dazu übergegangen.

00:56:09: Morgens für die Kinder alles ... Wir ziehen auch die großen Kinder.

00:56:15: Wir legen den Klamotten raus und ziehen die an.

00:56:19: Wir putzen denen die Zähne und machen alles für die stehen entsprechend früh auf weil es für alle so am entspanntesten ist aufzustehen mit dem Anspruch, naja der ist doch acht Jahre alt.

00:56:32: Der kann auch selber die Zähne putzen.

00:56:33: und dann stehst du da hast du schon zähne geputzt und sagst das zum achtundachtzigsten Mal und siehst er hat immer noch nicht zähneputzt oder der hat sich halt irgendwelche Socken rausgesucht und draußen sind es vierzehn Grad Allein.

00:56:51: diesen Gedankengang fängt dich total spannend, weil das widerspricht zu allem von dem was ich so.

00:56:56: Kinder müssen Selbstständigkeit lernen.

00:56:58: Die müssen mit anpacken, die müssen mitdenken können, sie müssen auch mal eine Tasche packen.

00:57:03: Sie müssen ja wissen, was da drin ist, sie muss Verantwortung lernen... Was ich auch alles wichtig finde.

00:57:09: aber ich fand es so spannend dass sie das öffentlich geteilt hat und gesagt hat ne auch mein Ich glaube der älteste war zwölf oder so.

00:57:16: Wir machen alles!

00:57:19: Nuckelflasche an Hals, wo alle sagen wird oh Gott was für verzogene Kinder.

00:57:23: Die machen ja gar nichts.

00:57:25: als sie gesagt hat Ja aber wir haben keinen Streit.

00:57:28: es ist super entspannt morgens.

00:57:30: die Kinder können echt so langsam aufwachen und werden von uns sozusagen komplett behühnert.

00:57:37: und sie sagt das ist nicht den ganzen Tag so es ist nicht nachmittags so Wir räumen zusammen den Geschichtspieler aus und es gibt Aufgabenverteilung.

00:57:43: Aber Morgens haben wir festgestellt funktioniert das gut für uns.

00:57:47: Und das war für mich damals echt total mindblowing, weil es widersprach allen was ich so oder auch mit meinem Mann, sodass man denkt zu ja nee die müssen ja können ja schon selber einen Toast schmieren und sollen sie's auch machen.

00:57:59: Die können sich auch selber in die Trinkflasche auffüllen usw.

00:58:02: Dann dachte so woher kommt dieser Anspruch eigentlich wirklich?

00:58:07: Also geht es da wirklich um das Kind?

00:58:09: Gehts wirklich darum dass das Kind Selbstständigkeit lernen soll Oder steckt da eigentlich was anderes dahinter?

00:58:16: Und ich hatte schnell das Gefühl, der steckt eigentlich was Anderes dahinter.

00:58:20: Ich würde nicht immer sagen, es ist pauschal das Gleiche aber schon irgendwie da steckt so etwas hinter wie...ich muss ja auch funktionieren.

00:58:28: also haben die Kinder bitte auf zu funktionieren.

00:58:31: Ja absolut

00:58:34: und

00:58:35: ich fand das so schön was du gerade beschrieben hast mit diesen Morgenden und ich kenne das von meiner Tochter Was Sie ja eigentlich machen, ist ganz viel Bindungstank aufladen.

00:58:46: Und ich kenne das von meiner Tochter auch.

00:58:48: Es gibt hier morgens ... Da steht sie auf dem Bett außen und es verschwunden und macht alles selber.

00:58:53: Und es gibt Morgende da fragt sie mich, kannst du mir Zähne putzen?

00:58:56: Kannst du mit auf die Toilette kommen?

00:58:58: Aber nicht weil sie's nicht kann oder weil sie jetzt Fäule oder keine Lust hat sondern weil sie Bindung den Bindungestank aufladen möchte für den Tag.

00:59:07: Ja

00:59:10: Und das macht ja dieses permanente Selbstständigsein, bedeutet auch immer nicht in Bindung sein irgendwie.

00:59:15: Wenn du alles alleine machen musst als Kind alleine entscheiden musst ist es ja irgendwie schwer dabei auch Bindungen aufzubauen.

00:59:25: Ja stimmt.

00:59:29: Das stimmt ja.

00:59:31: Die Frage ist

00:59:32: wo oder wann können die dann Bindung aufbauen?

00:59:36: Hat sich für dich denn jetzt was seit deinem Mallorca Trip geändert so im Alltag?

00:59:48: Ja, es hat sich einiges verändert.

00:59:51: Es hat sich zum einen verändert dieses... Ich kann das noch ganz schweren Worte fassen, aber dass ich das Gefühl habe, ich bin hier oft in Situationen, denen ich vor einem halben Jahr noch völlig überfordert war und das auch gerne öffentlich breitgetreten hab auf Instagram wie überforderd.

01:00:08: Ich bin mit all den Tellern.

01:00:12: Dass ich das gefühlt hab, das fühlt sich manchmal eher so ein bisschen an wie bei Matrix.

01:00:16: Weißt du, wenn er so die Gugeln ausweicht?

01:00:19: So fühlt sich das irgendwie manchmal an.

01:00:21: Das ich denke so... Ah ja guck jetzt ist äh weiß ich nicht.

01:00:26: Jetzt ist da Die Spielverabredung fällt aus Mein Sohn fällt in ein tiefes Loch, weil er nicht mit seinem Max spielen kann.

01:00:36: Und dann ist dies und dann ist das also so Sachen die mich vorher so dass ich dachte oh Scheiße es läuft überhaupt nicht nach Planen und jetzt ist Oma krank und jetzt muss sich irgendwie den einen zum Fußballfest bringen und den anderen der hat keinen Bock zu dem Fußballfest.

01:00:48: was mache ich mit dem?

01:00:48: setze ich den mit einem Tablet ins Auto?

01:00:51: Hat der kein Bock drauf?

01:00:52: Ist es zu viel zu warmem Auto?

01:00:53: Also was ich damit sagen will diese Thermik die sich im Alltag oft ergibt dadurch dass halt Planänderungen irgendwas nicht so läuft.

01:01:02: Man denkt, die haben mich vorher voll aus der Bahn gebracht.

01:01:05: Und dachte dann immer oh Gott, oh Scheiße!

01:01:07: Wann hab ich endlich mit meiner Ruhe?

01:01:09: Wann sind die Kinder endlich im Bett und ich kann irgendwie so die Füße hochmachen?

01:01:13: Dann kommt so meine Zeit und dass ich jetzt mich oft da so drin ... wie bei Matrix eben, so da drinnen merke, ah ja okay, da kommt noch eine Kugel angeflogen.

01:01:24: Wir gucken mal, wie ich damit umgehe und dann merke ok Ich esse jetzt, wie ich das vor ein paar Tagen geteilt.

01:01:31: Jetzt war der Tag so wuselig waren und viele Planänderungen waren.

01:01:35: Ich esse einen Spaghetti-Eis mit meinen Kindern zum Mittagessen.

01:01:39: Und entspann mich da rein und sitze in diesem Eiskaffee.

01:01:42: Meine Kinder strahlen mich an!

01:01:44: Mama, wer ist ein Eis zum Mittagen?

01:01:46: Kann nicht noch eine Kugeln.

01:01:47: und du denkst, ja komm wir essen jetzt so viel Eis, wie wir Lust haben.

01:01:52: Nein es ist kein adäquates Mittag Essen aber an dem Tag hat's dafür gesorgt dass es halt in der Situation einfach total den Druck rausgenommen hat, jetzt nicht noch schnell was einzukaufen.

01:02:03: Noch schnell was zu essen zu machen bevor wir dann nämlich auf dem Fest eingeladen waren wo wir um fünfzehn Uhr sein mussten und ich gemerkt habe das hautzeitlich alles nicht hin jetzt noch schnell etwas zu kochen oder... Und ich hatte da noch vorgeschlagen ja sollen wir einen Döner essen?

01:02:17: Oder die ist das?

01:02:17: und die Kinder?

01:02:18: Nee!

01:02:18: Eis, Eis, Eis!

01:02:19: So.

01:02:20: und er dachte okay dann esse ich jetzt halt ein Eis zum Mittag.

01:02:26: Das Motto habe ich für mich schon früher etabliert, aber ich merke dass ich jetzt nach Mallorca das auf eine andere Art und Weise lebe.

01:02:35: Und das sage ich gerne zu den Erzieren nicht nur um mein ADHS-Gehirn zurechtfertigen Aber ich sage gerne zu dem Erziern wenn wir morgens zu spät kommen sag' ich Mein Motto ist lieber friedlich als pünktlich und dass ich Jetzt nach Mallorker einfach diesen inneren Frieden noch weniger bereit bin, den aufzugeben für den Anspruch dies oder das richtig zu machen.

01:03:04: Oder pünktlich zu sein.

01:03:05: Oder dass ich noch mehr merke ... Ich bin halt noch entspannter mit vielen Sachen geworden, wo ich vorher dachte so, nee also das kann sie jetzt echt nicht machen!

01:03:17: Also dann ist ja ja das dritte Eis heute.

01:03:21: was macht das denn mit seinen Zehen?

01:03:23: und auch muss man sich dann zum Zahnersen?

01:03:26: Siehst du Merke so Lieber friedlich als pünktlich.

01:03:30: und die Bildung zu meinen Kids.

01:03:33: Das hat halt einfach auch dazu geführt, dass ich auch noch mehr merke... Und das war auch mein Ziel und ist immer noch mein Ziel ein Leben zu führen von dem ich keinen Urlaub brauche.

01:03:46: aber ich mache Urlaub weil ich Bock habe mit meinen kids.

01:03:49: wir wollen jetzt im august nach paris fahren und ich weiß dass es in kein Erholungsurlaub wird aber es wird ein Abenteuer

01:03:56: mit meinen Kindern

01:03:57: meine drei Kindern in der Großstadt zu sein, Metro zu fahren auf ein Eichelturm zu klettern.

01:04:02: Ich weiß das ist körperlich für mich anstrengend wird aber es wird... ich frame das für mich als.

01:04:09: wir machen jetzt dann Abenteuer zusammen und ich heiße jetzt schon willkommen dass wir wahrscheinlich einer zwischendurch abkacken werden weil er sagt nicht will dich mehr so weit laufen oder was auch immer da dann kommt oder es ist zu heiß.

01:04:25: Ich bin einfach noch mehr und das wünsche ich so sehr.

01:04:29: Dieses Gefühl wünschte ich einfach so sehr, jeder Mama, die immer wieder denkt, oh Gott, ist das jetzt wirklich das Ende der Veranstange als Mutter mit Kindern in diese Matrix-Version reinzuwachsen?

01:04:48: Und da irgendwie ein Gefühl zu haben, okay es kann halt eigentlich alles passieren aber ich kann's halten!

01:04:55: Es kann jetzt hier das komplette Chaos ausbrechen und dazu noch ein Rohrbruch im Keller sein, aber ich kann irgendwie drüber lachen.

01:05:02: Und ich habe irgendwie trotzdem – und das natürlich nicht immer!

01:05:06: Aber die meiste Zeit eine gute Zeit mit meinen Kindern und mir selbst.

01:05:10: Ja, ja, das ist doch ein fantastisches Schlusswort finde ich.

01:05:18: Ja so schön.

01:05:21: Vielen Dank dass du da warst, dass du uns da hast teilhaben lassen Und ja, war ein sehr berühmtes Gespräch finde ich.

01:05:29: Ja!

01:05:29: Ich danke dir und... ...ich hatte jetzt auch während des Gesprächs mehrere Erkenntnisse wieder.

01:05:36: also es ist weiterhin so glaube ich dass sich da viele viele Parallelen zeigen.

01:05:42: Ja auf jeden Fall.

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